Insider bleiben dabei: englische Sprache bleibt international

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Die englische Sprache ist als Weltsprache bereits fest etabliert. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen ist Englisch eine Sprache, die sowohl grammatikalisch als auch vom Wortschatz her relativ einfach gestrickt ist. So ist der Wortschatz der deutschen Sprache etwa dreimal so groß wie jener der englischen Sprache. Und auch grammatikalisch ist Deutsch weit komplexer. So ist beispielsweise die Kommasetzung im Englischen ungleich einfacher, als dies im Deutschen der Fall ist.

Ein weiterer Grund für die Etablierung der englischen Sprache als Weltsprache liegt in der Popkultur. Englisch ist die Sprache der Popkultur. Viele Begriffe und Redewendungen der Popkultur sind mit Anglizismen durchtränkt oder bestehen gar ausschließlich aus solchen. Mit der Popkultur, die in wesentlichen Teilen auf die amerikanische Kultur zurückgeht, verbreitete sich gleichermaßen auch die englische Sprache. So kam es auch zu Stande, das eigentlich englische Wörter (wie z.B. Service, Business oder Wellness) "eingedeutscht" und eins zu eins in unseren Sprachgebrauch integriert wurden. Natürlich trifft dies nicht nur auf Deutschland zu. Auch in anderen Ländern (insbesondere der westlichen Welt) hat die englische Sprache in ähnlichem Ausmaße Einzug erhalten. Durch diese Entwicklung, die sich innerhalb von Jahrzehnten vollzogen hat, hat sich die englische Sprache vielerorts etabliert und sitzt nun als Weltsprache fest im Sattel. Lediglich Spanisch und Portugiesisch mögen noch einen annähernden Stellenwert als weltweit gesprochene Sprachen erreichen (vor allem in Latein- und Südamerika).

Wie zunehmend Anglizismen in unserem Sprachgebrauch einfließen, sieht man daran, in welchem Umfang diese mittlerweile Vorkommen und mit welcher Selbstverständlichkeit sie benutzt werden. Während zuvor noch hauptsächlich aus modischen Gründen englische Begriffe einflossen, die man auch mühelos durch entsprechende Übersetzungen ins Deutsche hätte ersetzen können, so werden nun Begriffe aus dem Englischen einfach übernommen. Von einer Eindeutschung im klassischen Sinne kann man nicht ausgehen, denn diese Begriffe sind beispielsweise häufig Fachbegriffe. Diese Fachbegriffe treten häufig im IT Bereich, im „Businessbereich" oder aber auch beispielsweise in der Medizin auf.

Nun, dass Englisch aus gutem Grund als Weltsprache Sinn macht, wurde bereits eingangs erläutert: Englisch ist eine relativ einfache Sprache (im Vergleich zu vielen anderen) und ist einfach schon so etabliert, dass nicht absehbar wäre warum und wann sich etwas daran ändern sollte. Jedoch warnen immer häufiger Experten aus dem Bereich der Sprache und Literatur davor, dass die Anglizismen überhand nehmen. Sie plädieren dafür, dass man sich wieder der eigenen Sprache mehr bewusst wird und diese nicht unreflektiert mit Anglizismen durchzieht, wo doch auch Wörter und Begriffe aus dem Wortschatz der eigenen Sprache ebenso treffend zum Einsatz kommen könnten. Es gibt zwar durchaus Wörter (meist sind dies Eigennamen – z.B. Rock n‘ Roll) wo die englische Bezeichnung einfach treffender ist und sich eine Übersetzung möglicherweise albern anhören würde. Doch sehr oft bedarf es eigentlich keiner Englisch Übersetzung, da man ebenso gut ein Wort aus der eigenen Sprache wählen könnte, das an dieser Stelle weder unangebracht noch inhaltlich minderwertiger wäre. So kann man das Wort "Service" eigentlich auch mühelos durch das Wort "Dienstleistung" ersetzen. Insofern versuchen Verfechter der deutschen Sprache darauf aufmerksam zu machen, auf dass man sich der eigenen Sprache bewusst bleibt und dieser entsprechend den Vorzug gewährt. Sprachschulen (www.alemania.ch) sind heiße Verfechter dieser Philosophie.

Wo und wann man Anglizismen einsetzen kann und wo dies eher vermieden werden sollte, wird sicherlich noch mehr als einmal Gegenstand entsprechender Diskussionen sein. Sicher ist eines: Englisch Übersetzung wird auch weiterhin in vielen Teilen der Welt gesprochen werden. In welchem Umfang man es in die eigene Sprache einfließen lassen sollte, ist sicherlich strittig. Und so kommt es auch immer wieder bei den Lokalisten zur Argumentation darüber ob und wie englisch unsere deutsche Sprache werden darf.